Neue Denkmodelle

Vor fast 100 Jahren erschütterte die Quantenphysik die klassische Physik. Wir leben heute in einer Welt umgeben von, ja tatsächlich versunken in eine Technologie, die durch die Quantenphysik erst möglich wurde. Es ist umso seltsamer, dass wir uns noch nicht in das Potential dieser neuen Wissenschaft im Bereich der menschlichen Entwicklung hineingewagt haben. Gesellschaft und menschliche Organisation stolpern, mit ein paar Ausnahmen, in gleicher altmodischer hierarchischer, patriarchischer, mechanistischer und klassischer Weise weiter. Wir nähern uns Problemen und Möglichkeiten ebenso auf eine analytische, mechanistische Art.

Erst seit wenigen Jahren wird der Bereich des menschlichen Potentials und die Welt der Kreativität zögerlich erforscht. MIT-Professor Otto Scharmer hat eine Theorie zum Thema Wandel entwickelt, die davon ausgeht, dass wir die Zukunft antizipieren können. Es nennt den Vorgang »presensing«. Dabei beruft er sich auf Konzepte wie „Open mind“, „open heart“ und „open will“ bezieht. Professor Scharmer’s Arbeit liefert einen wichtigen Baustein zum theoretischen Hintergrund von Dynamic Facilitation Methode. Dynamic Facilitation wurde von Jim Rough in den 1990ern entwickelt. Dazu hier etwas mehr.

Eine Sache der Kommunikation

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die besondere Entwicklung des Gehirns beim Menschen unsere Vorfahren dazu befähigt hat, sich evolutionär durchzusetzen und schließlich unseren Planeten zu erobern. Dennoch gibt es bei dieser Theorie ein paar Probleme – wobei das größte wohl darin besteht, dass der Homo Sapiens fast 100.000 Jahre lang in Besitz dieses unheimlich großen Gehirns war, ohne ein Anzeichen irgendeiner signifikanten Weiterentwicklung!

Die neuesten Theorien weisen daraufhin, dass die Ausprägung der Sprache und die damit einhergehende Kommunikation die Möglichkeiten zur Kooperation verbesserten, woraus wiederum kontinuierliche Kreativitätsausbrüche resultierten, die letztlich zum Erfolg des Homo Sapiens führten. Kommunikation ist somit einer der wichtigsten Faktoren in gruppendynamischen und kreativen Prozessen.

Nur wenige Probleme können einer Kraft widerstehen, die von einer Gruppe ausgeht, wenn sie es schafft sich über Sichtweisen auszutauschen, kollektives Wissen anzuzapfen und dabei emotional miteinander verbunden ist.

Dynamic Facilitation lässt sich nicht nur im Wirtschaftsbereich wunderbar einsetzen. Zusammen mit dem Wisdom Council Process (Bürgerratsprozess) ist Dynamic Facilitation ein Beispiel dafür, wie die ganze Gesellschaft,eine Gefühl der Verbundenheit entwickeln kann, das nötig ist, um nationale, internationale und sogar globale Herausforderungen anzugehen.